Replay TV

Verhandlungen über Replay – Verbesserungen für die TV Sender

1.
In der Schweiz erhalten die Zuschauer auf den digitalen Platt­formen der TV-Verbreiter wie Swisscom, UPC und Sunrise eine weltweit einmalige Programm­vielfalt und die Möglich­keit, mehr als 250 Sender bis zu sieben Tagen zurück zeitversetzt im Replay (sog. Catch-up TV) zu nutzen. Die Kunden können jederzeit 50’000 Programm­stunden abrufen.

2.
Die TV Verbreiter haben in der Schweiz eine einzigartige Stellung. Im Gegensatz zur Rechtslage im gesamten umliegenden Ausland erlaubt das geltende schweizerische Gesetz, dass die TV-Verbreiter mit den Programmen der Sender machen dürfen, was sie wollen. Ohne die Sender zu fragen, dürfen die Verbreiter eine unbeschränkte Anzahl Programme zeitversetzt kommerzialisieren und den Zuschauern erlauben, die Werbung zu überspulen. Damit bieten sie werbefreies Free TV an.

3.
Das zeitversetzte Fernsehen ist beliebt und wird immer mehr genutzt. Bei den 15- bis 59-jährigen Zuschauern der Deutsch­schweiz stieg der Anteil des zeitversetzten Fern­sehens von 9 Prozent (2013) auf 26 Prozent (2018) an. In der West­schweiz stieg der Anteil in der gleichen Zeit­periode von 13 auf 29 Prozent und im Tessin von 8 auf 17 Prozent. Sie hat sich innerhalb von 5 Jahren in der Deutsch­schweiz verdreifacht und nimmt weiter rasant zu.

4.
Wenn die Zuschauer zeitversetzt fernsehen, überspulen 60 bis 80 Prozent die Werbung. Im Live TV beträgt die Zapping­quote nur 10 bis 30 Prozent. Das zeigt, dass die Werbung im zeitversetzten Fernsehen viel weniger Zuschauer erreicht als früher.

5.
Dadurch verlieren die TV-Sender Werbekontakte und Werbe­einnahmen, die sie brauchen, um die Programme zu finanzieren. In den letzten 5 Jahren ist der Anteil der Zuschauer, welche Werbung sehen, um 47 Prozent zurück gegangen. In derselben Zeit­spanne sind die Preise der Werbe­blöcke um einen Drittel reduziert worden. Diese Daten beziehen sich auf die Primetime in der Ziel­gruppe 15 bis 49 Jahre. Der TV-Werbeumsatz war in den letzten Jahren über die ganze Branche hinweg nur minim rückläufig, weil neue Werbe­plätze geschaffen wurden. Seit 2013 haben sich die Werbeplätze mehr als verdoppelt (+141%). Insbesondere wurden viele neue Sender vermarktet. Dem einzelnen Sender sind aber Werbe­einnahmen entgangen.

6.
Die Existenz der werbe­finanzierten Sender ist in den nächsten Jahren bedroht, wenn diese Entwicklung so weiter­geht. Damit ist die Medienvielfalt in der Schweiz gefährdet. Ohne Werbe­einnahmen gibt es über kurz oder lang nur noch über Gebühren finanziertes Schweizer TV oder Pay-TV. Fernseh­inhalte werden für den Konsumenten teurer.

7.
Die TV-Verbreiter verkaufen den Kunden ihre lukrativen Bundle-Angebote mit dem Lock­vogel des 7-day-Replay TV. An die Verwertungs­gesellschaften Pro Litteris, SSA, Suisa, Suissimage und Swissperform bezahlen sie für das Replay und die Überspul­funktion nur gerade CHF 1.60 pro Abonnenten und Monat. Die Sender erhielten im 2018 rund 12.3 Millionen Franken. Die TV Verbreiter selbst erzielten 2018 rund 250 Millionen Franken Brutto­einnahmen von ihren Abonnenten. Die Vergütung von 12.3 Millionen Franken für die Sender steht zudem in keinem Verhältnis zu den Werbe­verlusten, die sie durch das Überspulen erleiden.

8.
Es ist weltweit einzigartig, dass die TV-Sender in der Schweiz nicht direkt mit den TV-Verbreitern über das Replay TV verhandeln können.

9.
Die Konditionen für das Replay TV werden zwischen den Verwertungs­gesellschaften und den Verbänden der TV-Verbreiter ausge­handelt. Die Sender sind in der Vergangen­heit mit ihren Forderungen nicht durchgedrungen. Nachdem der alte GT 12 am 20. Dezember 2018 auf den 31. Dezember 2020 gekündigt worden ist, muss der neu auszuhandelnde GT 12 bis am 31. Mai 2020 eingereicht werden. Die Verhandlungen haben im Sommer 2019 begonnen. Die IRF ist zum ersten Mal an den Verhandlungen direkt beteiligt.

10.
Die IRF hat 2018 zahlreiche politische Vorstösse zur Verbesserung der Lage der Sender unterstützt. Die meisten Politikerinnen und Politiker anerkannten die schwierige Lage der Sender und sahen auch, dass ein Handlungs­bedarf besteht. Das geht zum Beispiel aus den Entscheiden der Kommission für Verkehr und Fern­melde­wesen (Medien­mitteilungen vom 3. Juli 2018 und 28. August 2018) und der Kommission für Rechtsfragen des Nationalrats (Medienmitteilung vom 26. Oktober 2018) hervor. Auch die Debatte zu einer Anpassung im URG in der Winter­session 2018 zeigte deutlich, dass die Mehrheit der Votanten grosses Verständnis für die Lage der Sender hat. Im Detail waren sich dann aber Politik und Administra­tion nicht einig, wie und wo der Schutz der Sender geregelt werden soll.

  • Erfreulich ist, dass zum Schutz der Sender der Artikel 61a ins RTVG (Radio- und Fernseh-Gesetz) auf­genom­men wurde. TV Verbreiter dürfen so ohne die Sender keine eigene Werbung im Replay schalten und mit den Pro­grammen der Sender zusätzliche Werbe­erlöse generieren.
  • Deutlich abgelehnt wurde im National­rat in der Winter­session 2018 die Anpassung des Urheber­rechts durch die Einführung eines neuen Artikels 37a im URG mit dem Ziel, dass das Über­springen der Werbung nur möglich ist, soweit der Sender seine Zustimmung nicht explizit widerruft. Konsens der Votanten war, dass das berechtige Problem nicht im URG gelöst werden soll.
  • Inwieweit eine Ver­bes­serung im Medien­recht gefunden werden kann, ist im Moment noch offen und hängt davon ab, ob auf dem Ver­handlungs­weg eine Lösung gefunden werden kann. Zur Diskus­sion stehen das RTVG und künftig das neue Medien­gesetz.

11.
In den politischen Debatten, insbesondere im National­rat in der Winter­session 2018, kam deutlich zum Aus­druck, dass die Sender in einer schwierigen Situa­tion stecken und dass Handlungs­bedarf besteht. Da keine gesetzliche Regelung gefunden werden konnte, haben die National­rätinnen und National­räte die Sender und die TV-Verbreiter aufgefordert, miteinander in Verhandlungen zu treten und gemeinsam eine Lösung aushandeln.

12.
Im Dezember 2018 haben die beiden Verbreiter-Verbände Swissstream und Suissedigital kurz vor der Ab­stim­mung im National­rat über das Überspulen von Werbung im Rahmen der URG-Revision ihre Bereit­schaft betont, mit den Sendern über alternative Werbe­formen zu ver­handeln. Gleich­zeitig erklärten sie in der Öffentlichkeit, dass damit kein Bedarf für eine gesetzliche Regelung bestehe: «Die berechtigten An­liegen der Sender sind damit bedient.». Gestützt darauf haben die Natinalrätinnen und Nationalräte die Sender und die TV-Verbreiter aufge­fordert, miteinander in Verhandlungen zu treten und eine gemeinsame Lösung zu finden. Die Verhandlungen mit dem Verbreitern haben im Frühling 2019 begonnen. Im Vordergrund stehen Verhandlungen über die Integration von Werbe­formen im Replay-Angebot der TV-Verbreiter, die von den Konsumenten akzeptiert werden.

13.
Die TV Sender wollen, dass ihre Sendungen im Replay angeschaut werden – zu jeder Tag- und Nacht­zeit. Sie wollen das Replay weder verbieten noch einschränken.

14.
Die TV-Konsumenten sollen nicht mehr bezahlen.

15.
Die Kulturschaffenden sollen nicht weniger Geld erhalten.

16.
Im öffentlichen Interesse liegt der Schutz von frei empfang­barem Fernsehen als wichtiges Medium, das für eine freie Meinungs­bildung unabdingbar ist und einen der Grund­pfeiler unserer Medien­vielfalt bildet. Das zeit­versetzte Fernsehen und die Finanzier­barkeit der frei erhältlichen TV-Inhalte sind Teil unserer Medien­ordnung, welche zum Ziel hat, diese Viel­falt zu schützen.

Stellung­nahme

November 2018 | IRF

Replay-TV erhalten – Stellung der Sender verbessern – JA zu Art. 37a URG

Die TV-Sender sollen direkt mit den TV-Verbreitern über die TV Werbung im Replay verhandeln müssen. Es darf nicht sein, dass die Hersteller der Programme – also, die TV-Sender –, im Replay wegen dem Überspulen der Werbung praktisch keine Einnahmen haben und die TV-Verbreiter einzig für ihre Transportleistung von ihren Kunden viel Geld erhalten. Das gefährdet die Existenz der freien, werbefinanzierten Sender und beeinträchtigt auch die gebührenfinanzierten Sender massiv. Damit wird die Medienvielfalt gefährdet. Die Konsumenten sollen auch künftig die Replay-Funktion nutzen können, ohne mehr bezahlen zu müssen.

26. Oktober 2018 | IRF

Unser Statement zum Entscheid der RK-N zum zeitversetzten Fernsehen im Rahmen der URG-Revision

Wir freuen uns über diesen klaren Entscheid. Nicht nur die Mitglieder der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats, sondern auch die Kommission für Rechtsfragen anerkennen das Schutzbedürfnis der TV-Sender beim zeitversetzten Fernsehen. Alle beteiligten Ver­wertungs­gesellschaften in Vertretung der Produzenten, Künstler und Drehbuchautoren haben sich auf diese Lösung einigen können.

20. September 2018 | IRF

Kein Beschwerderecht für TV-Unternehmen beim Catch-up TV

Wir bedauern den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 9. September 2018, dass die TV-Sender weiterhin nicht an den Verhandlungstisch über den Replay TV Tarif zugelassen werden. Es ist eine Chance verpasst worden, dass die TV-Sender direkt mit den TV-Verbreitern das Replay TV regeln und eine für beide Parteien vernünftige Lösung finden. Die Sender prüfen, ob sie den Entscheid über die Ablehnung der Beschwerdebefugnis ans Bundesgericht weiterziehen. Der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts bestätigt, dass eine Lösung auf Gesetztes-Ebene gefunden werden muss. Die herrschende Praxis führt dazu, dass die Sender steigende Einkommenseinbussen erleiden, da wegen dem Replay die Werbeeinnahmen zurück gehen. Die Existenz der werbefinanzierten Sender ist damit gefährdet, was auch negative Auswirkungen auf die Medienvielfalt haben wird. Die Profiteure der aktuellen Regelung sind die TV-Verbreiter, welche für eine minimale Abgeltung, das Replay TV kommerzialisieren. Die TV-Sender wollen Replay nicht verunmöglichen, sie wollen einzig faire Rahmenbedingungen für das Replay TV aushandeln können.

6. November 2017 | IRF

FMG-Revision: Schutz des TV Signals bei der Weiterverbreitung

Wir schlagen vor, das FMG mit einer Bestimmung zu ergänzen, welche die Kontrolle der Signale der Sender sichert.

IRF Medien­mitteilungen

31. Oktober 2018 | IRF

Medienmitteilung IRF zu den falschen Behauptungen der Kabelnetzbetreiber

Der Kabelnetzbetreiber UPC und der Branchenverband Suissedigital, polemisieren mit unsachgemässen Äusserungen gegen die TV-Sender. Anlass ist der Entscheid der nationalrätlichen Rechtskommission, dass das Replay-TV weiterhin erhalten werden soll, dass aber die TV-Sender direkt mit den Kabelunternehmen über das Überspulen der Werbung verhandeln können.

21. März 2018 | IRF

Zementierung der diskriminierenden Verbreitungspraxis für Schweizer TV-Sender

Die Eidgenössische Schiedskommission hat am 16. Februar 2018 den Tarif (GT 12), der zeitversetzte Fernsehangebote der TV-Verbreiter regelt, genehmigt, ohne den TV-Sendern Parteirechte zu gewähren.

TV-Sender ziehen diesen existenzbedrohenden Tarif-Entscheid der Eidgenössischen Schiedskommission an das Bundesverwaltungsgericht weiter.

Die werbefinanzierten TV-Sender werden durch den neuen Tarif massiv in ihren Rechten beschnitten und erleiden wegen dem zeitversetzten Fernsehen grosse Einbussen bei den Werbeeinnahmen.

Die TV-Verbreiter übernehmen Sendeinhalte für den Aufbau eigener Video on Demand Angebote und weigern sich gleichzeitig, die interaktiven Angebote der Sender wie etwa Hbb-TV zu verbreiten.

22. August 2016 | IRF

TV-Verbreiter bedrohen die Existenz der Schweizer TV-Sender

In der Schweiz erhalten die Zuschauer auf den digitalen Plattformen der TV-Verbreiter eine weltweit einmalige Programmvielfalt mit bis zu über 300 Sendern und die Möglichkeit diese Programme zeitversetzt zu nutzen.

Die TV-Verbreiter wie Swisscom und UPC lassen beim zeitversetzten Fernsehen das Überspulen von Werbung zu und bedrohen damit das Geschäft der TV Sender. Der Ausfall der Werbeeinnahmen der Sender belief sich 2015 auf 67 Millionen Franken und wurde durch die Rechteabgeltung mit 5,4 Millionen Franken nicht kompensiert.

Die TV-Sender wollen die Konditionen von zeitversetztem Fernsehen mitbestimmen. Sie fordern eine partielle Aufhebung der Spulmöglichkeit, die Weiterverbreitung eigener interaktiver Angebote an die Zuschauer sowie eine marktgerechte Vergütung.

Medien­mitteilungen Dritter

Medienmitteilung RK-N 26. Oktober 2018

Urheberrechtsgesetz auf Kurs

Die Kommission für Rechtsfrage betont, dass Replay-TV möglich bleiben soll. Sie ist aber der Meinung, dass die Finanzierung der Sendeunternehmen über die Werbung sowohl ein medienrechtliches wie auch ein urheberrechtliches Problem darstellt. Sie spricht sich deshalb mit 12 zu 9 Stimmen bei 3 Enthaltungen für einen neuen Artikel im Urheberrechtsgesetz aus, wonach die Sendeunternehmen direkt mit den Kabelunternehmen über die Möglichkeit zum Überspringen von Werbung verhandeln können.

Medienmitteilung RK-N 31. August 2018

Bedingungen für die Übernahme der Programme ins zeitversetzte Fernsehen selbst verhandeln

Die Kommission hat im Rahmen der Eintretensdebatte davon Kenntnis genommen, dass die Fernmeldekommission des Nationalrates (KVF-N) an ihrer Sitzung vom 28. August 2018 zum Schluss gekommen ist, dass die schweize­rischen TV-Sender die Bedingungen für die Übernahme ihrer Programme ins zeitversetzte Fernsehen mit den betroffenen TV-Verbreitern selbst verhandeln sollen.

Die KVF-N ist aber der Ansicht, diese Problematik sei im Urheberrechtsgesetz zu regeln. Die Kommission hat die Verwaltung deshalb beauftragt, ihr im Hinblick auf die Detailberatung Vorschläge für eine mögliche Umsetzung zu unterbreiten.

Medienmitteilung KVF-N 28. August 2018

Frage im Rahmen der laufenden Revision des URG (17.069)

…die Kommission ist nach wie vor der Ansicht, dass die schweizerischen TV-Sender die Bedingungen für die Übernahme ihrer Programme ins zeitversetzte Fernsehen mit den betroffenen TV-Verbreitern selbst verhandeln sollen. Diese Problematik hingegen soll im Urheberrechtsgesetz geregelt werden.

Sie wird daher die Rechtskommission des Nationalrates bitten, die Frage im Rahmen der laufenden Revision des URG (17.069) aufzunehmen.

Medienmitteilung KVF-N 3. Juli 2018

Grundsatz der Signalintegralität ins FMG aufnehmen

Die Kommission beantragt mit 17 zu 4 Stimmen bei 3 Enthaltungen, den Grundsatz der Signalintegralität ins FMG aufzunehmen.

Ohne Zustimmung des Veranstalters sollen Anbieterinnen von Fernmelde­diensten zukünftig Programmsignale nur zeitgleich, unverändert und vollständig weiterverbreiten.

Die Mehrheit will damit insbesondere erreichen, dass die schweizerischen TV-Sender die Bedingungen für die Übernahme ihrer Programme ins zeitversetzte Fernsehen mit den betroffenen TV-Verbreitern selbst verhandeln dürfen.

Medien­artikel

15. Dezember 2018 | NZZ

Einnahmenausfälle wegen Replay-TV

Die Fernsehwelt ist im Umbruch. Die Zukunft für werbefinanzierte Sender sieht nicht sehr rosig aus. Das zeitversetzte Fernsehen verheisst zwar gute Zeiten für die Konsumenten, indem sie überall und jederzeit beliebige Sendungen abrufen können. Für die Fernsehwerbung aber bedeutet Replay-TV schlechte Zeiten.

15. Dezember 2018 | NZZ

Das Überspringen von Werbung im Replay-TV bleibt erlaubt

Zwei Giganten kämpften im Vorfeld der Abstimmung über Einschränkungen beim Replay-TV um die Gunst der Nationalräte. Auf der einen Seite die TV-Verbreiter wie Swisscom TV und UPC, auf der anderen Seite die grossen Fernsehstationen wie SRF, RTL und Pro7/Sat1. Während sich die Fernsehstationen angesichts schwindender Werbeeinnahmen zusätzliche Einkünfte aus dem Geschäft mit dem zeitversetzten Fernsehen erstreiten wollten, versuchten die TV-Verbreiter, jegliche Änderung am heutigen Abgeltungssystem abzuwehren. Denn es geht um Einnahmen in Millionenhöhe.

13. Dezember 2018 | NZZ

Drohung beim Replay-TV hat gewirkt

Der Wind hat gedreht: Während ein Verbot zum Überspringen von Werbung im Replay-TV in der vorberatenden Kommission noch eine Mehrheit gefunden hat, bröckelt die Unterstützung inzwischen. Am Dienstag hat sich die SP in der Fraktionssitzung gegen einen entsprechenden Artikel im Urheberrechtsgesetz ausgesprochen, der den Fernsehsendern mehr Verhandlungsmacht gegeben hätte.

13. Dezember 2018 | 20 Minuten

Profitiert Netflix vom Streit um Replay-TV?

Mit Replay-TV kann der Zuschauer einen TV-Beitrag bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen. Dabei können ganze Werbeblöcke problemlos überspult werden.

Das soll sich jetzt ändern: Die Interessengemeinschaft Radio und Fernsehen (IRF), die TV-Anbieter wie SRG und RTL vertritt, beklagt fehlende Werbeerlöse. Heute diskutiert der Nationalrat die Einschränkung der Spul-Funktion. TV-Sender sollen in Zukunft den Anbietern von Replay-TV das Überspringen von Werbung verbieten können. Der Konsumentenschutz droht bei Annahme mit dem Referendum.

16. November 2018 | Werbewoche

Replay-TV in Gefahr?

Das Schweizerische Urheberrecht soll modernisiert und ans Internetzeitalter angepasst werden. Dass die Rechtskommission des Nationalrates der Revision in aller Deutlichkeit zugestimmt hat, führte zu einem Aufschrei der Fernseh-Signalanbieter und der Konsumentenschützer.

21. September 2018 | Pressespiegel

NZZ: Keine Extrawurst für Fernsehsender

Die TV-Stationen möchten über direkte Verhandlungen mit den Verbreitern höhere Entschädigungen für Replay-TV durchsetzen. Dem schiebt das Bundesverwaltungsgericht vorerst einen Riegel.

28. August 2018 | Pressespiegel

NZZ: Kommission kippt Verbot von Replay-TV wieder – und setzt auf anderen Weg

Das zeitversetzte Fernsehen soll möglich bleiben, doch soll die Abgeltung neu geregelt werden. Das will die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrates.

28. August 2018 | Pressespiegel

St. Galler Tagblatt: Zwist ums zeitversetzte Fernsehen - das Ende des Replay-TV?

Weil immer mehr TV-Nutzer die Werbung überspringen, entgeht den Fernsehsendern Geld. Nun entscheidet die zuständige Kommission des Nationalrats über Änderungen, die laut Kritikern das Ende des Replay-TV bedeuten könnten.

27. August 2018 | Pressespiegel

Handelszeitung: Powerplay um Replay-TV

Die TV-Sender wollen mitbestimmen, wer ihr Programm wie speichern darf. Die heutigen Replay-Angebote könnte es dann nicht mehr lange geben.

25. August 2018 | Pressespiegel

NZZ: Der Verteilkampf hat erst begonnen

Am Fernsehen der Zukunft wollen alle mitverdienen.

11. Juli 2018 | Pressespiegel

Watson: Es darf nicht sein, dass Swisscom einfach unser Programm nimmt und ihren Kunden verkauft

Die Schweiz ist ein Paradies für Replay-TV-Nutzer. Aber bleibt das so? TV-Anbieter und Konsumentenschützer sind skeptisch. Die TV-Sender jedoch versprechen, dass es weiterhin «ein attraktives Replay-Angebot» geben wird.

04. Juli 2018 | Pressespiegel

NZZ: Replay-TV erreicht die Politik

Nationalratskommission will zeitversetztes Fernsehen neu regeln.

04. April 2018 | Pressespiegel

NZZ Wirtschaft: Zank um zeitversetztes Fernsehen

Die TV-Anstalten wollen das Preis-Leistungs-Verhältnis zu ihren Gunsten verändern.

04. April 2018 | Pressespiegel

NZZ Reflexe: Werbung als Nährstoff und Störfaktor

Not vereint. In diesem Fall bringt sie sogar die privaten und die öffentlichen Fernsehsender in der Schweiz zusammen.

25. März 2018 | Pressespiegel

Sonntagszeitung.ch: Replay killt den Small Talk

Die TV-Branche ist schon seit langem unzufrieden. Grund dafür ist das zeitversetzte Fernsehen, das immer mehr Zuschauer dazu animiert, leidige Werbepausen einfach zu überspulen.

23. März 2018 | Pressespiegel

Berner Oberländer/Thuner Tagblatt: Ist bald Schluss mit Werbung überspulen?

Das zeitversetzte Fernsehen boomt – den TV-Sendern aber brechen die Werbeeinnahmen weg. Jetzt wollen SRG und Co. neue Regeln.

23. März 2018 | Pressespiegel

Der Landbote: Ist bald Schluss mit Werbung überspulen?

Das zeitversetzte Fernsehen boomt – den TV-Sendern aber brechen die Werbeeinnahmen weg. Jetzt wollen SRG und Co. neue Regeln.

23. März 2018 | Pressespiegel

Klein Report: Sender verlieren Werbeeinnahmen: «Profiteure sind die TV-Verbreiter»

Eine existenzielle Bedrohung rüttelt derzeit an den Säulen des TV-Geschäftes: Weil durch das zeitversetzte Fernsehen immer mehr Werbeeinnahmen wegbröckeln, sehen sich die TV-Sender in ihrer Existenz gefährdet.

22. März 2018 | Pressespiegel

Basler Zeitung: Kritik an Replay-Angeboten

TV-Sender wollen mehr Geld.

22. März 2018 | Pressespiegel

Der Bund: Ist bald Schluss mit Werbung überspulen?

Das zeitversetzte Fernsehen boomt - den TV-Sendern aber brechen die Werbeeinnahmen weg. Jetzt wollen SRG und Co. neue Regeln.

22. März 2018 | Pressespiegel

L'Agefi: Les droits du «replay» posent problème

Les chaînes de télévisions suisses contestent les conditions de la diffusion différée d’émissions par les opérateurs comme UPC, Sunrise. Elles déposent un recours au TAF.

16. Februar 2018 | Beschluss ESchK GT 12

ESchK genehmigt GT 12 ohne den Sendern Parteirechte zu gewähren

Genehmigung Gemeinsamer Tarif 12 (GT 12): Vergütung für die Gebrauchsüberlassung von Set-Top-Boxen mit Speicher und VPVR

30. Juli 2017 | Pressespiegel

Sonntags Blick: Zuschauer überspringen TV-Werbung

Immer weniger Zuschauer sehen live fern – wegen einer Rückspulmöglichkeit. Den TV-Sendern entgehen dadurch Millionen.

01. April 2017 | Pressespiegel

Kampf um TV-Werbung eskaliert

Im Streit um zeitversetztes TV erleiden die Sender eine Niederlage. Ihre Existenz stehe auf dem Spiel, warnen Sie.

23. August 2016 | Pressespiegel

Der Bund: Sender fordern mehr Geld für Replay-TV

Immer mehr Fernsehzuschauer überspringen die Werbung. Dadurch sinken die Werbeeinnahmen der Sender. Nun sollen Swisscom, UPC und andere mehr bezahlen.

23. August 2016 | Pressespiegel

L’Agefi: Le zapping en différé qui pose problème

Les chaînes de télévision réclament une suppression partielle de ce mécanisme qui grève largement leurs revenus.

23. August 2016 | Pressespiegel

La Liberté: Zapper la pub en différé nuit aux chaînes de télévision

La Communauté d’intérêts radio et télévision (IRF), qui regroupe les chaînes de télévision, réclame une suppression partielle de la possibilité de sauter les publicités. Cette option met à mal leurs revenus publicitaires et leur survie.

23. August 2016 | Pressespiegel

La Regione: Programmi senza tagli di pubblicità

Lo chiede l’Associazione di interessi radio e televisi di cui fa parte anche la Ssr.

23. August 2016 | Pressespiegel

NZZ: Gefährdetes Geschäft mit TV-Spots

Die Mediatheken von Netzdiensten unterhöhlen die Geschäftsmodelle der werbefinanzierten Fernsehsender in der Schweiz. Diese setzen sich nun für eine Besserstellung ein.

23. August 2016 | Pressespiegel

TA: TV-Sender wollen mehr Geld für zeitversetztes Fernsehen

Immer mehr TV-Zuschauer überspringen die Werbung. Dadurch sinken die Werbeeinnahmen der Sender. Nun sollen Swisscom, UPC und andere mehr bezahlen.